Landestreffen des Projektes “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”

SoR-LandestreffenRollenspiele und Zivilcourage
Haben Rollenspiele etwas mit Zivilcourage zu tun? Na, klar! Am 03. März 2015 fand wieder ein Landesschüler*innentreffen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ an der Universität Bremen statt. In einer großen Auswahl an Workshops und Angeboten zu den Themen Rassismus, Mobbing, Zivilcourage, Menschenrechten usw. konnten vielfältige Erfahrungen gesammelt werden. Das ganztägige Programm, welches von der Landeszentrale für politische Bildung Bremen veranstaltet wurde, konnte viele dort erschienene Schüler*innen begeistern. Die Schule-Ohne-Rassismus-Gruppe (SoR-Gruppe) berichtet:
An der Universität Bremen, von deren Größe wir beeindruckt waren, begrüßten sich alle Teilnehmer im Hörsaal „Keksdose“ und schrieben sich in einige der Workshops ein. Die SoR-Gruppe wählte mit anderen Schülern den Workshop: Zivilcourage – Der erste Schritt der Ortspolizeibehörde Bremerhaven und fand Gefallen an dem Angebot. Zu Anfang führte eine Gruppe Bremerhavener Polizisten ein Puppentheater vor, das von verschiedenen alltäglichen Situationen handelte, in welchen eine Personen von aggressiven Tätern schikaniert und gemobbt wurden. Zusammen wurden per Brainstorming verschiedene Lösungen gesammelt und diskutiert, was jeder von uns in einer solchen brenzligen Situation machen könnte. Schnell waren die Teilnehmer sich einig: Es gibt nicht nur eine bestimmte Lösung, denn jeder Mensch würde etwas anderes tun und könnte trotzdem zum positiven Endergebnis kommen und dem Opfer helfen. Jeder ist anders, denkt anders und handelt anders, doch alle Menschen haben etwas gemeinsam: Sie können alle üben, ihre Angst zu überwinden und zurechtzukommen, um den Hilfsbedürftigen in der unangenehmen Situation zu helfen. „Dominanz zeigen, die Polizei rufen oder eine Distanz zwischen Opfer und Täter schaffen. Das alles kann helfen und ist auf jeden Fall besser als wegzusehen, denn Zivilcourage geht uns alle an, da dies jedem passieren kann.“, so eine Polizistin.
Nach einer kurzen Pause wurden von den Schülern gruppenweise Rollenspiele vorgetragen und mit den diskutierten Lösungen ergänzt, sodass der gespielten hilfebedürftigen Person bei jeder Vorführung geholfen werden konnte und sie in Sicherheit gebracht wurde. „Durch diesen Workshop konnten wir spielerisch viel dazu lernen, sodass wir mit einem sicheren Gefühl in einer solchen eskalierenden Situation auftreten können. Vielen Menschen fällt es schwer, Zivilcourage zu zeigen, weil sie nie zuvor Erfahrungen in diesem Bereich gemacht haben. Häufiges Trainieren kann einen weit bringen!“, weiß Aischa Khan (Klasse S 10) von der SoR-Gruppe. Nach dem Mittagessen in der modernen Mensa, sah sich die SoR-Gruppe die Campus-Universität an. Die verschiedenen großen Gebäude der Universität konnten mit ihrer Ausstattung beeindrucken. Die riesengroße Bücherei, die Campus-Läden und einige Schwimmbäder zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Uns beeindruckt die Uni hier in Bremen sehr und da wir sie endlich richtig gesehen haben, wissen wir zum ersten Mal, wie spannend ein Studentenleben sein kann. Mit diesem Ausflug, geleitet von Herrn Pagel, machen wir die Welt im Bereich Rassismus, Zivilcourage und Mobbing nicht nur ein Stückchen besser, sondern er hat uns auch viel Spaß gemacht und motiviert, dran zu bleiben und weiter zu machen. Wir alle können die AG nur weiterempfehlen und würden uns auf jeden Fall auf neue Mitglieder*innen freuen, denn je mehr Teilnehmer*innen, desto stärker und sicherer sind wir. „Diese Themen, wie z.B. einer Gewalttat entgegentreten, gehen uns alle an, denn sie können sehr häufig in unserem Umfeld auftreten.“, erzählt Esther Eva, Schülerin des Schulzentrums Carl von Ossietzky und freut sich schon auf ihren nächsten Einsatz.